Glasfaserinternet in Heidenreichstein

Stand 12.08.2016 sind bisher leider erst 20% der erforderlichen 40% besammen. Am 09.09.2016 findet im Volksheim nochmals eine Infoveranstaltung statt und in den nächsten Stadtnachrichten wird wieder ein Bericht sein.

Heidenreichstein gehört zu den wenigen Städten in Niederösterreich die zu den Pilotprojekten des Glasfaserausbaus gehört.

Es wurde vom Land Geld locker gemacht, um den Ausbau des Glasfasernetzes im ländlichen Bereich voranzutreiben. Da es die Telekom nicht interessiert hat bzw. zu unrentabel ist, macht dies die NÖGIG (NÖ Glasfaserinfrastruktur GmbH). Diese ist eine 100% Tochtergesellschaft des Landes NÖ.

Das ganze wird aber nur dann zustande kommen, wenn sich mindestens 40% der Heidenreichsteiner dafür entscheiden, einen Glasfaseranschluss zu nehmen. Wenn nicht, dann freut sich eine andere Gemeinde über das Geld vom Land und es wird dann dort gebaut…

Hier die pdf Datei der Sonderausgabe der Stadtnachrichten  zum Glasfaserausbau zum herunterladen: Heidenreichsteiner Stadtnachrichten Sonderausgabe Juni 2016

Daher ist es mir ein großes Anliegen, Euch das ganze etwas näher zu bringen um vielleicht doch noch den einen oder anderen zu einen Anschluss zu überreden.

Kurz mal ein paar Schlagworte:

  • Durch das Pilotprojekt 600-1000 Euro an Anschlussgebühren sparen
  • Echtes Glasfaserinternet bis ins Haus (FTTH) und kein „glasfaserschnelles Internet“
  • Aufwertung des Eigenheimes durch den Glasfaseranschluss
  • Zukunftssichere und langlebige Technologie
  • Installationsmaterial wird zur Gänze gestellt
  • Anschluss für jeden interessierten Haushalt, auch wenn dies z.B. eine einzelnes Haus 400m vom Ortsgebiet entfernt ist
  • Wenn man sich dazu entscheidet ist man je Vertrag des Anbieters 1-2 Jahre daran gebunden und könnte danach wieder kündigen

 

Am 23.06.2016 fand im Volksheim in Heidenreichstein eine Infoveranstaltung dazu statt, die alle Fragen geklärt hat und wirklich sehr informativ war!!!

Ich möchte Euch hier eine Zusammenfassung davon geben:

Das Glasfasernetz ist eine zukunftssichere Investition, da die Medien und deren Inhalte immer mehr und größer werden. Videotelefonie über Skype etc., Video on Demand, Streamingdienste und Fotobücher bzw. Fotos online zu übertragen sind nur einige wenige Anwendungen. Fernsehen soll ja zukünftig auch übers Internet funktionieren. Bei Sky gibt es ja schon fast mehr Inhalte online als über Satellit…

Wie funktioniert das ganze?

Einfach gesagt werden elektrische Signale auf der sendenden Seite in Lichtsignale umgewandelt, die dann über die Glasfaserleitung zu der  empfangenden Seite gesendet werden und dann wieder in elektrische Signale umgewandelt werden. Dabei gibt es so gut wie keine Verluste und das ganze ist rasend schnell. Lichtgeschwindigkeit halt 😉

Kupferleitungen haben einen Leitungsverlust. Wer kennt das nicht, wenn man für 16 Mbit bezahlt und wie bei mir nur 11-12Mbit ankommen. Ein Autohändler aus Heidenreichstein bezahlte bei der  Telekom einen Businesstarif für 16Mbit und bekam nur 4Mbit, da er zu weit vom Wählamt entfernt war. Lt. Telekom sein Problem…

Glasfaser ist zudem äußerst langlebig. Leitungen aus den 70er Jahren sind auch heute noch in Betrieb und funktionieren einwandfrei!

In Heidenreichstein würden wir die aktuellste Technolgie bekommen, und das bis ins Haus!!!

Es gibt beim Glasfaserausbau 3 Varianten:

  • Fiber to the Exchange FTTEX – Glasfaser bis in Wählamt und dann weiter zum Kunden mit Kupferleitung wie bisher bei der Telekom
  • Fiber to the Curb FTTC – Es wird ein Verteilerkasten in einer Siedlung gebaut und bis zu diesem der Glasfaserstrang verlegt. Von da an geht man dann mit Kupferleitung zum Kunden.
  • Fiber to the Home FTTH – Es wird die Glasfaserleitung bis zum Kunden ins Haus gelegt, was die Beste Variante ist!!!

Wie gesagt würden wir die dritte und damit beste Variante bekommen. Da wir eine Projektgemeinde sind, erspart sich jeder der eine Willenserklärung unterschreibt und einen Anschluss haben möchte, zwischen 600 und 1000 Euro an Anschlussgebüren! Dabei ist der Aufwand für die Errichtung relativ minimal.

Das gesamte Material (Rohr von der Grundstücksgrenze bis zum Haus; Anschlusskasten; Glasfaserleitung für das Haus; „Modem“; etc.) wird von der NÖGIG gestellt und die Leitung bis zur Grundstücksgrenze verlegt.

Von Euch bzw. einer Firma muss dann noch folgendes gemacht werden:

  • Grabarbeiten für die Leitung, die mindestens 40cm in der Erde sein sollte, von der Grundstücksgrenze bis zum Haus
  • Montage des Anschlusskastens am Haus in  einer Aufputzvariante oder Unterputzvariante
  • Leerverrohrung ins Haus zum Standort des „Modems“ wobei die Glasfaserleitung (4mm Durchmesser) auch in bestehende Schläuche mit eingezogen werden kann
  • Montage des „Modems“ (Grundplatte mit 2 Schrauben an der Wand befesteigen)
  • eine Steckdose in der nähe das „Modems“ für das Netzteil

Das oben genannte „Modem“ ist einerseits für die Umwandlung von Licht- zu Stromimpulsen zuständig und kann aber zukünftig auch mit einem Modul fürs Fernsehen genutzt werden.

Sobald das erledigt ist, macht man auf der Gemeinde eine Fertigstellungsanzeige, sucht sich einen Anbieter und einen Tarif aus und dieser installiert dann den Rest fertig.

Anbieter:

Derzeit gibt es 2 Anbieter (Kabel-plus und WVnet), aber es wird schon mit weiteren verhandelt. Die Angebote dieser Anbieter sind Momentaufnahmen, die sich sicher noch ändern werden und noch nicht fix sind. Außerdem umso mehr Anbieter es geben wird, umso besser wird auch durch die Konkurenz der Preis werden. Ihr braucht nur zum Pilotprojekt Thayaland schauen, wo es schon mehr Anbieter gibt.

Die angegebenen Bandbreiten (Geschwindigkeiten) können fast eingehalten werden und nicht wie bisher bei der Kupferleitung sehr stark abweichen. In der Praxis wird das ganze so eingestellt, daß man sogar eine schnellere Bandbreite hat, damit man in Stoßzeiten auch noch die im Vertrag angegebene Geschwindigkeit zur Verfügung hat.

Soweit uns beim Infoabend gesagt wurde, wird es eine Mindestvertragsdauer von 1-2 Jahren geben. Sollte man dennoch unzufrieden sein, kann man den Vertrag kündigen und muss keine Installationsgebühren zurückzahlen.
Beim Projekt Thayaland gibt es eine 6 Jahresvertrag, bei dem man bei vorzeitiger Kundigung nachzahlen muss…

Ich habe Versucht Euch das ganze etwas näher zu bringen und hoffe, dass sich der eine oder andere doch noch für einen Anschluss entscheidet und die Willenserklärung unterschreibt. Vielleicht wird es ja was mit den 40% und wir können alle bald schneller,entspannter und zukunftssicher im Internet unterwegs sein!!!

Mir geht es hier rein um die Region und um Heidenreichstein…

Alle Angaben sind ohne Gewähr und ich übernehme keine Haftung für o.G. Angaben.

2 Responses to Glasfaserinternet in Heidenreichstein

  1. Herbert Dietrich says:

    Lieber Andi!
    Ganz so wie in deiner Werbung für das Glasfaser-Internet verhält sich die Sachlage nicht.
    Die Situation ist sowohl vom Standort als auch von der persönlichen Nutzungsart des Internets sehr differenziert zu betrachten.
    Erstens geht man bei der Anmeldung zumindest einen Wartezeitraum bis Ende 2017 ein und in vielen Gassen der Stadt wird das vergeblich sein – kaum ein vernünftiger Mensch wird zum Beispiel den Auftrag erteilen, in relativ neu asphaltierten Gassen neuerlich aufzugraben. Somit wartet man vergeblich ohne einen anderen schnellen Internet-Zugang wählen zu können, da zumeist auch andere Provider eine 2-jährige Bindung verlangen.
    Weiters wird die Glasfaser NICHT BIS INS HAUS verlegt, sondern nur bis an die Grundgrenze – um alles weitere kann man sich dann selbst kümmern, z.B. Asphalt aufschneiden oder Pflaster, Loch in die Hauswand, Montage des Anschlusskastens und des Modems. Von dort weiter eine Verkabelung durch mehrere Geschoßdecken, Anbringung von Verstärkern, etc.
    Mühsam und (oder) beträchtliche Kosten.
    Überdies ist die Geschwindigkeit bei der Nutzung des günstigsten Tarifs, der so heftig beworben wird, doch recht überschaubar: fiberclass30: 30Mbit down/6Mbit up, jeweils maximal, Preis: € 29,90
    Diese Geschwindigkeit erreiche ich an meinem Standort mit meinem Handy ohne LTE auch (26/7) um 19,90 –
    mit LTE 58up/29down (an meinem schlechtesten Standort im Haus gemessen!) um 29,80.
    Um diesen Wert übertreffen zu können, benötige ich mindestens den kabelplus-Tarif fiberclass75S (75 down, 75up) um € 54,90.
    Überdies habe ich mit LTE-Nutzung keinerlei Grabungs- und Installationsarbeiten durchzuführen, sondern lediglich das Handy als Mobile Hotspot einzurichten – und das funktioniert nicht nur zu Hause.
    Man kann und darf also keineswegs für jeden das Glasfaser-Internet unter den jetzigen Bedingungen propagieren, sondern bestenfalls dort, wo die Versorgung „über die Luft“ schlecht oder gar nicht vorhanden ist.

    Liebe Grüße, Herbert

    • Andi says:

      Servus Herbert!

      Also in einem Punkt hast Du recht. Und zwar kommt es sicher auf die Nutzungsart des Internets an ob man Gasfaser wirklich braucht und es ist es jedem selbst überlassen ob er/sie das haben möchte oder nicht.
      Ich würde nie jemanden Glasfaserinternet empfehlen, der nur mal nach dem Wetter sieht, seine Mails abruft und die Nachrichten liest.

      ABER ich muss doch wirklich einiges aus Deinem Kommentar klar stellen:

      *) Da am ersten Infoabend relativ wenig Leute waren und ich von vielen privat Unwahrheiten über das Projekt gehört habe, habe ich eine Zusammenfassung des Infoabends erstellt und unsere persönliche Meinung mit einfließen lassen. Viele haben das erste Infoblatt nicht gelesen und gleich weggeworfen. Da ja doch ein paar Leute auf meine Wetterseite schauen, kommt das auch bei vielen an. ABER ICH MACHE KEINE WERBUNG! HAB MIT DEM PROJEKT NICHTS ZU TUN UND BEKOMME NICHTS DAFÜR!!!

      *) Lt. Gemeinde liegen in „frisch asphaltierten “ Straßen/Gassen bereits Leerverrohrungen. Es gibt außerdem doch noch zu viele unvernünftige Menschen. Warum wird eine Straße aufgegraben, um Gas zu verlegen, neu asphaltiert und ein paar Monate später wieder aufgegraben, weil die Telekom was zu tun hat. War bei der Schremserstraße doch schon ein paar mal so… Auf der Infoveranstaltung wurde außerdem von neuen Verlegetechniken gesprochen, die nur einen minimale Breite von etwa 30cm benötigt und am Straßenrand, Gehsteig, etc. angewendet wird. also minimaler Schaden.

      *) Die Glasfaser wird sehr wohl bis ins Haus gelegt!!! Das ist ja gerade der größte Vorteil und man hat keine Verluste durch Kupferleitungen! Der Eigenaufwand steht ja in meiner Zusammenfassung. Solltest Du doch eigentlich gelesen haben… Leerverrohrung von der Grundgrenze bis zum Anschlusskasten und dann weiter zum „Modem“. Wenn das erledigt ist, wird die Glasfaserleitung bis zum „Modem“ ins Haus gezogen. Und wenn man im Haus nicht zu viel machen möchte, Könnte man gleich hinter dem Anschlusskasten im Haus das „Modem“ mit einem WLAN-Modul platzieren und hat im ganzen Haus Internet ohne bohren stemmen etc. …

      *) LTE ist eine prima Sache, wenn sie denn auch überall funktioniert. Nicht jeder in Heidenreichstein hat guten Empfang. Ich muss bei uns in ein Zimmer gehen, das nach Norden Richtung Dietweis zeigt um vernünftig telefonieren zu können. Mobiles Internet manchmal nicht mal Edge… Von der Stadt her außerdem kein vernünftiger Empfang. Auch vom Festnetz-Internet war ich lange Zeit enttäuscht und probierte es mehrmalig im Jahr seit Jahren bei der Telekom, warum wir so schlechte Werte haben (11Mbit statt 16Mbit). Es hieß immer, zu weit weg vom Wählamt, Pech gehabt… Erst seitdem die NÖGIG das Glasfasernetz in Heidenreichstein ausbauen möchte, wurde auf einmal die Bandbreite besser (15Mbit). Warum das auf einmal gerade jetzt?!?

      *) Weiters funktioniert LTE nur soweit so schnell, wenn nicht all zu viele Nutzer an einem Sendemasten eingeloggt sind. Um so mehr es werden, umso geringer wird die Bandbreite. Außerdem wird mir sicher jeder Techniker recht geben wenn ich sage, das eine kabelgebundene Verbindung immer einer Funkverbindung vorzuziehen ist!

      *) Die Preise und die dazugehörigen Bandbreiten sind aktuelle Momentaufnahmen. Schau Dir das Projekt Thayaland an. Mehr Anbieter, mehr Konkurenz, bessere Tarife!!! Ich muss derzeit über 50 Euro für Festnetztelefon und Internet bezahlen für 16/2…

      Ich habe die einzelnen Internetverbindung in den letzten Jahren mitgemacht. In 54k-Modem Zeiten war anfangs genau die selbe Diskussion über ADSL. Braucht keiner, das andere is eh schnell genug etc. Und jetzt ist auch ADSL für manche Anwendungen zu langsam und es wird immer mehr werden!

      Ich will es niemand einreden. Möchte aber, das auch jeder weiß, worum es sich hierbei handelt.

      Wie sagtest Du damals in der Hauptschule zu uns: „Schau genau sagt Helmi!“

      Ich sag: „Wer Lesen kann, ist klar im Vorteil!“

      Hast Du meine Zusammenfassung gelesen bzw. warst auf der Infoveranstaltung? Vieles ist ja da schon genau erklärt worden…

      Damals in der Hauptschule (90-94) wurde uns beigebracht nicht nur engstirnig auf sich selbst zu schauen, sondern auch auf andere. Also ein gesundes Miteinander!!!
      Ist das heute auch noch so…

      Du bist mit LTE zufrieden und das ist auch gut so. Aber nicht jeder hat eine gute Verbindung…

      Wenn das Glasfaserprojekt nicht zu Stande kommt, geht die Welt auch nicht unter und es wird wieder irgendeine alternative geben. Aber es wird lt. Gemeinde bis 2030 dauern bis wir dann offiziell dran sind.

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